Auf der Königsallee

Blick auf die Königsallee in Düsseldorf
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Seit über 200 Jahren bildet die Königsallee, von den Bewohnern der NRW-Landeshauptstadt liebevoll Kö genannt, das Herz von Düsseldorf. Einst östliche Grenze der Stadt, ist sie heute Mittelpunkt des Großstadtlebens: Zentral zwischen der Altstadt und der Carlstadt gelegen, überzeugt sie als Shoppingmeile, Ausgehparadies, Catwalk und Ruhezone in einem.


Heute Kö, früher Kastanienallee

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hieß die Königsallee, die sich ungefähr einen Kilometer lang von Norden nach Süden erstreckt, noch Kastanienallee – und war als solche weder Aushängeschild noch Top-Adresse. Vielmehr war sie eine einfache Wohnstraße. Erst durch den Wirtschaftaufschwung und den schnell einsetzenden Bauboom entwickelte sie sich zur weltberühmten Flaniermeile.

Zu ihrem heutigen Namen kam die Kö, erzählt die Geschichte, auf besondere Weise. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen ließ es sich im Jahr 1848 nicht nehmen, die Prachtstraße entlangzureiten: Sein Pech war allerdings, dass die Bürger zur dieser Zeit aufgrund der Preußischen Reformen äußerst unzufrieden waren – und den Monarchen rigoros mit Pferdeäpfeln bewarfen. Um den König nach diesem Eklat wieder gnädig zu stimmen, beschlossen die Stadtväter 1851, die berüchtigte Kastanienstraße zu Ehren seiner Majestät umzubenennen.

Moderne Shoppingmeile

Heute ist die Königsallee weltweit bekannt. Nicht wegen des Pferdeapfel-Attentats, sondern vielmehr, weil sich mondäne, hochklassige Geschäfte und Einkaufszentren auf der Ostseite – etwa die Kö-Galerie oder das Sevens Center – sowie Banken und Hotels auf der Westseite eng aneinanderreihen. So präsentiert der Boulevard Luxus und Verschwendung. Von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet, ist er jedoch auch ein Zeichen rheinischer Lebensfreude: So oder so ist er eindeutig das Markenzeichen der NRW-Landeshauptstadt und für die meisten Düsseldorf-Besucher ist ein Abstecher dorthin ein Muss.

Stadtgraben in der Mitte

Und selbst, wer sich nicht an einen Einkaufsbummel wagt, wird die Kö lieben lernen, denn sie ist auch architektonisch ein Highlight. Charakteristisch ist ihr 30 Meter breiter, fünf Meter tiefer und fast 1.000 Meter lange Stadtgraben in der Mitte. Seine Brücken, Brunnen, bildhauerisch verzierte Geländer und Skulpturen sorgen gemeinsam mit dem üppigen Bestand an Platanen und Kastanien für ein einzigartiges Flair.