Der Kö-Bogen im Herzen der Stadt

Kö-Bogen in Düsseldorf

Die Fassade des Kö-Bogen besteht aus Glas und weißem Naturstein und wird zur Nord- und Westseite hin mit diagonalen Cuts aufgebrochen. | © Leben im Rheinland

Mit der Fertigstellung des Kö-Bogen erhielt Düsseldorf im letzten Jahr eine neue Mitte. Das architektonische Meisterwerk von Architekt Daniel Libeskind hat sich sofort nach seiner Fertigstellung im Herzen der Landeshauptstadt etabliert: Es gibt der Innenstadt durch seine prägnante Fassade ein neues Gesicht und verlängert die Königsallee mit attraktiven Geschäften in Richtung Hofgarten. Zugleich schlägt es die Brücke zu Schadowstraße und Berliner Allee.

170.000 Kubikmeter Baugrubenaushub, 36 beteiligte Ämter, 45 Planungsunternehmen, 60.000 Pläne und Protokolle, 10 Tonnen Papier – und 35.000 Tassen Kaffee, das sind nur einige Zahlen, die den Kö-Bogen ausmachen. Daniel Libeskind entwarf für das 9.000 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Jan-Wellem-Platzes das zweiteilige Gebäude-Ensemble, das aus Haus Hofgarten und Haus Königsallee besteht: Die beiden rund 26 Meter hohen Komplexe des Kö-Bogens beherbergen hochwertige Stores wie Breuninger, exklusive Gastronomie und moderne Büros. Sie trennt ein schmaler Durchgang, der den direkten Übergang von Arbeitsalltag und Einkaufsstress in die Ruhe des Düsseldorfer Hofgartens ermöglicht.

Kennzeichnend für den Kö-Bogen ist die Fassade aus Glas und weißem Naturstein, die zur Nord- und Westseite hin mit diagonalen Schnitten, „Cuts“, aufgebrochen wird. Diese verlaufen etagenübergreifend und besitzen jeweils mehrere schräg verlaufende Ebenen, teilweise ab dem Erdgeschoss und vereinzelt bis zum Dach. Daniel Libeskind hat sie gemeinsam mit einem Landschaftsarchitekten begrünt: Als „schwebende Gärten“ integrieren sie dadurch den Hofgarten in das Gebäudeensemble und lassen Passanten die Natur in unerwarteter Weise wahrnehmen.

So ist der Kö-Bogen das derzeit neuste Highlight in Düsseldorf. Er ist aber nur der erste Meilenstein für weitere Maßnahmen, die ein moderneres Flair zwischen Schauspielhaus, Dreischeibenhaus, Hofgarten und Johanneskirche erzeugen sollen.