Kölner Brauhäuser leben Tradition

Köbes mit Kölsch

Köln ist die deutsche Stadt mit der höchsten Kneipendichte. Über 3.300 gastronomische Betriebe laden hier auf ein Kölsch ein. | © Cölner Hofbräu Früh

Gäste der zahlreichen Brauhäuser der Domstadt begegnen Kölner Lebensart und Kölsch-Kultur – unausweichlich. Denn die Brauereigaststätten blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück: Darin gibt es für Durstige stets ein kühles Kölsch, ein obergäriges Bier, das nur in Köln gebraut werden darf und vom Kellner, in der Rheinmetropole „Köbes“ genannt, in typischen Gläsern, namentlich „Kölsch-Stangen“, serviert wird. Dazu passen Spezialitäten der rheinischen Küche, zum Beispiel „Halver Hahn“, „Himmel un Ääd“ und „Kölscher Kaviar“.

Köln ist die deutsche Stadt mit der höchsten Kneipendichte. Über 3.300 gastronomische Betriebe laden hier auf ein Kölsch ein: Dabei gibt es kaum eine der 181 in Köln lebenden Nationen, die nicht mit ihrer eigenen Küche vertreten wäre – Multi-Kulti pulsiert. Doch Herz und Seele der Domstadt sind die typisch kölschen Brauhäuser, die die Tradition und Eigenart kölscher Gastlichkeit ausstrahlen. In der Altstadt, zwischen Dom, Rathaus und Rheinpromenade, haben sich etliche Gaststätten angesiedelt.

Zu den altbekannten Brauhäusern der lebenslustiges Domstadt zählen zum Beispiel das seit 1511 bestehende „Brauhaus Sion“ oder das „Cölner Hofbräu P. Josef Früh“ am Dom, die Brauerei „Päffgen“ in der Friesenstraße, die „Malzmühle“ von 1858 am Heumarkt und die nun schon über 500 Jahre alte „Schreckenskammer“ in unmittelbarer Nähe zur romanischen Kirche St. Ursula.

Zu deren Anfängen brauten die meisten Kölner ihr Bier allerdings noch selbst. Erst im 19. Jahrhundert entwickelten sich der Tourismus, begleitet von einer entsprechenden Gastronomie. Die Lokale waren im Vergleich zu unseren heutigen bescheiden: In den Hausbrauereien, die zum gewerblichen Ausschank übergingen, setzte man sich einfach an rohe Tische in die Diele oder auf den engen Hof.

Dabei war und ist es eine besondere Eigenart in Köln, dass Gaststätten kölsche Namen tragen: Es gibt wohl in kaum einer anderen Großstadt eine derartige Ansammlung von Kneipen und Lokalen mit traditionellen Dialektnamen wie „Em Krützche“, „Bei dr Tant“ oder „Em goldene Kappes“.

Brauhausführungen und Brauereibesichtigungen sind zum Beispiel über KölnTourismus online buchbar.