Die Erft mündet bei Neuss in den Rhein

Die Mündung der Erft in den Rhein

Bei Neuss mündet die Erft in den Rhein: Nach dem Fluss wurden die Stadt Erftstadt und der Rhein-Erft-Kreis benannt. | © Leben im Rheinland

Flüsse sind Lebensadern in der Landschaft und Heimat für viele Tierarten, insbesondere für Fische, Vögel und Amphibien wie zum Beispiel Frösche, Kröten und Molche. Zudem lockt Wasser die Menschen herbei: An Flüssen trifft man auf Radfahrer, Spaziergänger, Hundebesitzer, Inline-Skater, Reiter und viele mehr. So auch an der Erft. Sie hat ihre Quelle bei Nettersheim in der Eifel, fließt auf der linken Seite des Rheines, ist knapp 105 Kilometer lang und mündet bei Neuss in den Rhein.

Entlang der Erft befinden sich gut ausgebaute Radwege. Die offizielle Radwanderstrecke von der Quelle bis zur Mündung ist 110 Kilometer lang und relativ eben. Sie durchquert einen Großteil der Rheinischen Bucht und führt entlang vieler Wasserburgen, passiert Zeugnisse der Römer- und Ritterzeit bis hin zur Moderne, zeigt Radlern und Wanderern historische Stadtbefestigungen und Wassermühlen und lädt mit einer Reihe gemütlicher Biergärten zum Verweilen ein.

Auch Stehpaddler und Kajak-Fahrer haben die Erft für sich entdeckt, die, wenn es näher auf den Rhein zugeht, breiter wird und weniger ein schnurgerader Kanal, sondern ein Fluss mit natürlich gewundenem Bett ist. Tatsächlich änderte die Erft im Laufe der Zeit mehrfach ihren Lauf, teilweise auch durch Menschenhand. Unter anderem erforderte das Vordringen des Braunkohlenbergbaus die mehrfache Verlegung des Flusses: Heute befindet sich die Mündung der Erft in Neuss-Grimlinghausen, gleich neben dem dortigen Sporthafen.

Die Stelle der Mündung der Erft ist bei Anglern sehr beliebt. Neben Radwanderern sind es Spaziergänger, die in den Lokalen am Rheinufer einkehren und den Blick auf die Kardinal-Frings-Brücke, den Düsseldorfer Fernsehturm und das schöne Panorama der NRW-Landeshauptstadt genießen.