Die Kölner Lichter verzaubern

Feuerwerk am Kölner Dom

Bei den Kölner Lichtern zwischen der Hohenzollern- und der Zoobrücke verschießen die Veranstalter jedes Jahr rund 4,7 Tonnen Feuerwerkskörper. Musik untermalt das Höhenfeuerwerk akustisch.
| © WECO

In der Domstadt sorgt das Höhenfeuerwerk Kölner Lichter zwischen der Hohenzollern- und der Zoobrücke jedes Jahr für leuchtende Augen. Nach Einbruch der Dunkelheit wird jeweils ein mindestens 30-minütiges, musiksynchrones Höhenfeuerwerk von zwei 120 Meter langen Schiffen in Höhe des Tanzbrunnens von der Rheinmitte aus gezündet. Dabei werden rund 4,7 Tonnen Pyrotechnik verschossen. Außerdem schippern festlich beleuchtete Schiffe aus Porz kommend laut hupend in Richtung Kölner Innenstadt.

Die Fahrt der Schiffe auf dem Rhein wird von Begrüßungsfeuerwerken, dem Night Glowing von Heißluftballons und bengalischen Feuern begleitet. Gegen 22:30 Uhr passiert der Konvoi die Altstadt und wartet dort darauf, dass das Hauptspektakel beginnt. Die Besucher entlang der Ufer zünden derweil ihre rund 500.000 Wunderkerzen an und genießen die einzigartige Stimmung in der Stadt.

Lautsprecher kündigen dann an, dass es losgeht: Jedes Jahr untermalt eine stimmungsvolle Musik die Kölner Lichter – die Bandbreite reicht von heißen Rhythmen über kölsches Liedgut bis hin zu Pop, Rock und Klassik. So begeben sich die Gäste auf eine Zeitreise in die 70er-, 80er- oder 90er-Jahre, feiern ausgelassen und fröhlich miteinander und freuen sich über die vielen Eindrücke der lauen Sommernacht. Niemand steht still. Während das große Feuerwerk am Himmel tanzt, schunkeln die Kölschen am Rheinufer.

Dabei bildet der Tanzbrunnen stets den Mittelpunkt des Geschehens, denn auf dessen Bühne treten die Stars auf. Vor bis zu 10.000 Besuchern geben sich Größen wie Brings, Black Fööss oder Höhner die Ehre. Der Eintritt ist in der Regel frei. Und in der Tat hat man vom dortigen Ufer aus einen ausgezeichneten Blick auf den Dom und das Kölner Stadtpanorama. Auch im nahegelegenen Rheinpark ist meist viel los, aber um dessen kostbare Natur zu schonen, wird dort nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern zugelassen.

Gerade deshalb ist es wichtig, zu den Kölner Lichtern früh anzureisen. Viele Bereiche direkt am Rhein werden erfahrungsgemäß reguliert und auch gesperrt, sobald die Menschenmassen dort Überhand nehmen. Insbesondere die Hohenzollernbrücke wird oft früh geschlossen. So gilt es, vorab einen guten Platz – und die gewünschte Rheinseite – auszusuchen, sonst muss man unter Umständen weite Umwege in Kauf nehmen. Aber: Das Ufer des Rheines rund um das Hauptfeuerwerk ist insgesamt gut 1.800 Meter lang, sodass die Chancen, eine tolle Sicht auf das Spektakel zu haben, groß sind. Zwischen Kölner Bastei und Zoobrücke waren in den letzten Jahren zum Beispiel immer ausreichend freie Stehplätze vorhanden.

Originally posted 2017-07-08 09:22:21.