Das Neanderthal Museum Mettmann

Neanderthaler mit Mädchen

Beim Besuch des Neanderthal Museums steht das Erlebnis im Vordergrund, sodass alle Altersklassen Spaß haben.
| © Neanderthal Museum, H. Neumann

Südlich von Mettmann und mitten im Neandertal, in dem 1856 das weltweit berühmteste Humanfossil geborgen wurde, befindet sich das Neanderthal Museum, das mit rund 170.000 Besuchern im Jahr zu den erfolgreichsten archäologischen Museen im Land gehört. Auf circa 2.200 Quadratmetern Ausstellungsfläche machen Groß und Klein darin eine Zeitreise in die Vergangenheit: Gegenstand ist die gesamte Entwicklungsgeschichte der Menschen, von den Anfängen vor über vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart hinein.

Jeder Besuch des Museums beginnt im Einführungsraum, in dem das historische Neandertal und die Fundgeschichte des Neanderthalers präsentiert werden. Dessen Knochen wurden im 19. Jahrhundert von Steinbrucharbeitern entdeckt und schnell war klar, dass es sich dabei um eine archäologische Sensation handelte: Der Fund im Neandertal lieferte Aufschluss über eine vorzeitliche Form des modernen Menschen.

Der Neanderthaler ist somit Ausgangspunkt aller Präsentationen im Neanderthal Museum. Die Evolution wird chronologisch vorgestellt: Aufgeteilt in die fünf thematischen Abschnitte Leben und Überleben, Werkzeug und Wissen, Mythos und Religion, Umwelt und Ernährung sowie Kommunikation und Gesellschaft erfahren Besucher auf spannende Weise mehr über die Menschheitsgeschichte.

Dabei steht das Erlebnis im Vordergrund, sodass ein Besuch des Neanderthal Museums allen Altersklassen Spaß macht. Neanderthalerfrauen, -männer und -kinder sitzen und stehen den Gästen in Lebensgröße gegenüber. Multimediale Inszenierungen und Hörerlebnisse runden die Ausstellung ab.

Die Fundstelle des Neanderthalers steht Besuchern ebenso offen. Sie wurde mit erklärenden architektonischen Elementen in Szene gesetzt: Mächtige Steinkreuze markieren die exakte Position, während eine Zeitachse mit kulturellen Meilensteinen die 2,5 Millionen Jahre Geschichte der Gattung Mensch symbolisiert. Zum Areal gehören zudem ein Kinderspielplatz, ein thematisch passender Kunstweg mit „Menschenspuren“ und eiszeitliche Wildgehege, in denen Wisente, Auerochsen und Tarpane zu bestaunen sind.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Fundstelle des Neanderthalers schließt bereits etwas früher. Der Eintritt in das Museum kostet acht Euro für Erwachsene.